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Kommende Auftritte

15. Mülheimer Nacht

Mülheimer Nacht
25. April 2026, 19:00 - 23:00

Rathaus-Bistro "Le Buffet"
Wiener Platz 2a
Bezirksrathaus Köln-Mülheim (Rückseite)
61065 Köln
Deutschland

Bereits zum fünfzehnten Mal organisiert der Kultubunker Mülheim das auf diverse Lokalitäten verteilte Event. Die Atmosphäre beschreibt dieser Artikel des Kölner Stadtanzeigers über die Veranstaltung 2025.

 

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Save The Date: Dünnwalder Musiknacht

Dünnwalder Musiknacht 2026
09. Mai 2026, 20:00 - 23:59

Kirche St. Hermann-Joseph
Von-Diergardt-Straße 40
51069 Köln
Deutschland

Der EKBC wird wieder bei der Traditionsveranstaltung dabei sein. Einzelheiten folgen!

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Weitere Termine

Tauche ein in Barbershop-Harmonien und werde Teil einer einzigartigen Gemeinschaft

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Neuigkeiten

Barbershop-Magie in Wuppertal: Der EKBC rockt das Festival der Harmonien!

Von Chefredakteur | 16.03.2026
Im Warmup-Room

Was für ein Wochenende! Wenn rund 1.500 Sängerinnen und Sänger die Historische Wuppertaler Stadthalle in einen riesigen Resonanzkörper verwandeln, dann ist klar: Das Barbershop Musikfestival ist da! Mittendrin statt nur dabei: der EKBC (Erster Kölner Barbershop Chor). Bei Deutschen Meisterschaften und World Mixed Contest haben wir drei Tage lang zahllose Gänsehautmomente erlebt  - gemeinsam mit Barbershoppern aus aller Welt.

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Harmonie ohne Grenzen: Ein Triumph der Stimmen in Siegburg

Von Chefredakteur | 12.03.2026
Charity-Konzert Siegburg

Wenn der Lions Club Siegburg Löwensterne zu einem Charity-Konzert laden, ist die Erwartungshaltung groß – doch was das Publikum am vergangenen Abend erlebte, war schlicht atemberaubend! Ein restlos ausverkauftes Haus wurde Zeuge einer vokalen Sternstunde, die von berauschenden Klängen, tiefer Emotionalität und einer Performance geprägt war, die niemanden auf den Stühlen hielt.

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Weitere Nachrichten

Du liebst A cappella und Groove und willst das Publikum und Dich selbst begeistern?

Ja, ich will

Über uns

Wir sind der Erste Kölner Barbershop Chor (EKBC), gegründet 1987 von Kurt Gerhardt. Als ambitionierter deutscher Barbershop-Männerchor verbinden wir jahrzehntelange Tradition mit frischem Sound. Unsere Geschichte ist geprägt von attraktiven Musikstücken, erfolgreichen Kooperationen und einer Leidenschaft für klare Klänge, mit Herz und Humor gesungen.

Unser Stil und unsere Mission Barbershop ist mehr als Gesang – es ist Hingabe an Harmonie, Präzision und Überraschung. Wir bringen frische Impulse, abwechslungsreiche Arrangements und eine mitreißende Bühnenpräsenz in jeden Saal. Ob klassische Barbershop-Stücke, moderne Interpretationen oder themenbezogene Sets – wir singen mit viel Freude, in Englisch, Deutsch und Kölsch als harmonisches Team.

Gründungs-Chorleiter war das heutige Ehrenmitglied Kurt Gerhardt (1987–1997), es folgte die gemeinsame Chorleitung durch Matthias Neuburger und Leo Freitag (1997–2007), fortgeführt durch Leo Freitag (2007–2010) und Matthias Neuburger (2010–2022). Andrea Figallo lieferte wichtige Impulse bei der Stabilisierung des Chores nach der Pandemie (2023–2025), danach übernahm wieder ein Team aus den Reihen des Chores: Fabian Prolingheuer als Musical Director, unterstützt von Stephan Hammes und Thomas Wardin als Assistant Directors. Zusammen formen sie ein frisches, dynamisches Leitungstrio, das Kontinuität sichert und neue Impulse setzt.

Wir haben drei CDs aufgenommen und standen auf namhaften Bühnen in Köln und in anderen Städten – von der Kölner Musikhochschule über die Kölner Oper, Lanxess Arena und das Senftöpfchen, von der Berliner WABE bis zum Gallustheater in Frankfurt am Main. Unsere weiteste Reise führte uns 2008 nach Nashville in die USA, wo wir als "Mic Tester" bei den Internationalen Barbershop-Meisterschaften großen Zuspruch erfahren haben. Unsere Shows verbinden hohe Sängerqualität mit spielerischen Elementen, die das Publikum überraschen und begeistern.

Für interessierte Sänger: Auch wenn Du nicht geübt und unerfahren bist, bieten wir Dir eine musikalische Heimat. Du wirst anspruchsvolle, klare Harmonien und musikalische Vielseitigkeit lieben lernen. Dazu trägt auch unsere erfahrene, inspirierende Chorleitung aus eigenen Sängern bei. Du erlebst authentische Bühnenpräsenz kombiniert mit Spaß und Dynamik - und nach Proben und Auftritten einen geselligen Afterglow.

Für alle: Suchen Sie den besonderen Chorklang für Ihr Event? Kontaktieren Sie uns, um Einzelheiten eines Engagements zu besprechen. Wir finden ein passendes Angebot für (fast) jeden Rahmen.

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Dir und Ihnen neue Klangfarben zu entdecken und unser Publikum zu begeistern.

 

Singen statt Streaming - echte Gänsehaut in einer tollen Truppe erleben

Da will ich dabei sein

 

EKBC in action

EKBC BinG! Barbershop Musikfestival 2024
EKBC BinG! Barbershop Musikfestival 2023
EKBC Flashmob Sommer 2018
EKBC: BMF München 2016 - Horror Set
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Fragen und Antworten

Hat Barbershop etwas mit einem Friseurladen zu tun? - Aber ja!

Denn in den amerikanischen Barbershops ist diese Musikrichtung tatsächlich entstanden. Wenn die Wartezeit auf die Haar- oder Bartpflege allzu lang wurde, vertrieb man sich mit Gesang die Zeit. Einer der Wartenden stimmte eine bekannte Melodie an und andere stimmten in spontanen Harmonien ein. Wenn das nicht auf Anhieb klappte, ging die Gesangsgruppe hinter das Haus - zum Holzschuppen - und probierte an den Klängen nach Gehör so lange, bis alle zufrieden waren. Noch heute ist das "Woodshedding" ein unter Barbershoppern gepflegter Brauch, auch wenn inzwischen fast nur nach geschriebenen Arrangements gesungen wird. Immerhin: Notenkenntnisse hatten die Ur-Barbershopper nicht und braucht auch nicht unbedingt, wer heute mitsingen will.

Da Barbershop ursprünglich von Männern gesungen wurde, lauten die Bezeichnungen für die immer beteiligten vier Stimmen Tenor, Lead, Bariton und Bass:

  • Der TENOR singt im Barbershop nicht die Melodie, sondern eine funkelnde oberste Stimme.
  • Der LEAD ist die führende Stimme und hat meistens die Melodie.
  • BARITON ist die Stimme, welche die Lead-Stimme umspielt. Böse Zungen behaupten, dies sei die "Reststimme", die den Akkord vervollständigt. In neueren Arrangements erscheint sie aber zunehmend als "Neben-Melodie".
  • Der BASS ist das Fundament des Barbershop-Gesangs und die tiefste Stimmlage.

Barbershopper sind versessen auf den "Lock and Ring", den erweiterten Klang, der entsteht, wenn die gesungenen Töne perfekt miteinander harmonieren und der Raum mitzuschwingen scheint. Das kann physikalisch über die Obertonreihen der gesungenen Töne erklärt werden. Vor allem aber ist es ein körperlich spürbares Erlebnis - und das hat Suchtpotential!

Typisch für den Barbershop-Gesang ist im Gegensatz zu anderen Chören auch die Show, denn die Lieder werden lebendig präsentiert, durch passende Bewegungen und Mimik bis hin zur ausgearbeiteten Choreografie aufgewertet. Das geht natürlich nur, weil grundsätzlich ohne Notenblätter in der Hand gesungen wird. Barbershop macht einfach Spass - den Hörern wie den Sängern.

Und noch etwas ist ganz besonders am Barbershop: Wir lieben den freundschaftlichen Wettbewerb. Dabei werden durch mindestens je zwei Wertungsrichter die Kategorien "Singing", "Musicality" und "Performance" bewertet. Die Richter sind über mehrere Jahre ausgebildet, zertifiziert und werden auch laufend weitergebildet. Dadurch entsteht - bei aller Subjektivität der menschlichen Beurteilung - ein sehr konsistentes und weltweit vergleichbares Ergebnis, das den Chören und Quartetten zeigt, wo sie Stärken entwickelt haben und wo noch Verbesserungen möglich sind. Im Publikum sind dabei regelmäßig viele andere Gruppen. Dass sie mit den jeweils Aufführenden konkurrieren, tut ihrer begeisterten Unterstützung jedes Auftritts keinerlei Abbruch. Jeder gibt auf der Bühne sein Bestes, und jeder im Raum feuert dabei enthusiastisch an!

Barbershop wird nicht nur im Mutterland USA gesungen, sondern inzwischen auch weltweit. So findet man Barbershop-Verbände in englischsprachigen Ländern wie Großbritannien, Australien oder Neuseeland, ebenso aber auch in Spanien, den nordischen europäischen Ländern (mit Schweden als Schwerpunkt), in den Niederlanden, Japan - und seit über 30 Jahren auch in Deutschland. Hier wird die große deutsche Chorlandschaft mit “Close-Harmony-Klängen” noch reicher gemacht.

Und auch nach einem Barbershop-Konzert gibt es einiges zu bestaunen: Barbershopper pflegen den schönen Brauch des “Afterglow”. Dieses “Nachglühen” ist ein geselliges Beisammensein, bei dem - in völlig zwangloser Form - noch viel gesungen, geredet und gelacht wird. Man kennt sich in Barbershop-Kreisen gut und sorgt für regelmäßigen Austausch. Auch mit anderen Chorverbänden im In- und Ausland!

Aktualisierte und erweiterte Fassung unserer Freunde vom Münchner Barbershop-Chor "Herrenbesuch"

Wir laden alle interessierten Männer herzlich zu unseren Proben ein. Egal ob Du schon Erfahrung im Chorsingen hast oder es einfach mal ausprobieren möchtest – bei uns bist Du genau richtig! Damen sind natürlich als Zuhörerinnen ebenso herzlich willkommen.

Unsere offenen Proben bieten Dir die Gelegenheit, die einzigartige Atmosphäre und den Gemeinschaftsgeist unseres Chores hautnah zu erleben. Du kannst ohne Verpflichtung mitsingen, zuhören und unsere Mitglieder kennenlernen. Wir freuen uns auf jeden neuen Sänger, der unsere Leidenschaft für Barbershop-Musik teilt.

Details zur Probe

Wann: Immer Montags um 19:45 Uhr, oft schon ab 19 Uhr. Schreib uns einfach hier, wann Du vorbeikommen möchtest – wir freuen uns auf Dich!

Wo: Caritas Zentrum, Zülpicher Str. 273b, Köln (Sülz)

Was Dich erwartet: Eine lockere und freundliche Atmosphäre, erfahrene Sänger, die Dir den Einstieg erleichtern, und natürlich jede Menge Spaß am gemeinsamen Singen. In der Dreiviertelstunde vor "offiziellem" Probenbeginn können alle Sänger und ganz besonders natürlich Neuzugänge individuelle Fragen mit unseren Chorleitern besprechen, schwierige Passagen gezielt üben oder auch ganz einfach das Singen im Quartett ausprobieren.

Die Probe beginnt mit einem Warmup, denn auch Sportler starten nicht einfach mit dem 1000-Meter-Lauf. Singen ist nicht anders. Wir üben dann neue Stücke und frischen Repertoire-Songs auf. Es hat sich erwiesen, dass Proben besonders effektiv sind, wenn sie nicht zum Lernen von Text und Noten benötigt werden, sondern zum Üben der musikalischen Gestaltung. Damit sie außerhalb der Probe lernen können, stehen unseren Sängern Noten und sogenannte Teachtracks zur Verfügung. Das sind Audio-Dateien, die für jede der vier Stimmen eine Solo-Version und eine Version umfassen, bei der die eigene Stimme auf dem linken Stereokanal wiedergegeben wird und die jeweils anderen drei auf dem rechten. Dadurch kann beim Lernen flexibel geregelt werden, wie stark die anderen Stimmen zu hören sind. Außerdem gibt es eine Mix-Version, in der alle Stimmen zusammen wiedergegeben werden - gewissermaßen als Vorgeschmack auf das, was unser Publikum später zu hören bekommt. Viele dieser Teachtracks sind von Barbershop-Profis eingesungen, in jüngerer Zeit setzen wir aber auch auf KI und erzeugen damit unsere Teachtracks selbst.

Nach der Probe: Unser gemütliches Beisammensein in der Kneipe nebenan ist keine Pflichtveranstaltung. Aber Du bist sehr herzlich willkommen, dabei zu sein, damit wir uns noch besser kennenlernen und über unsere musikalischen Erlebnisse austauschen können.

chorusamerica.com nennt 10 Gründe, warum Singen die Gesundheit und das Wohlbefinden fördert. Sänger wissen und erleben das regelmäßig. Wenn Du noch unschlüssig bist, ob Du zu uns kommen sollst, schau Dir hier an, worauf Du verzichten würdest (übersetzte Fassung von https://chorusamerica.org/10-ways-singing-supports-health):

Die 10 wichtigsten Vorteile des Chorgesangs für Gesundheit und Wohlbefinden

Im Chor zu singen bedeutet mehr als nur schöne Musik zu machen. Studien deuten darauf hin, dass es bei den Teilnehmern die Stimmung heben, den Geist schärfen, die Gemeinschaft stärken und das Wohlbefinden in jeder Lebensphase fördern kann. Für Chorleiter bieten diese wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse klare Argumente, um potenziellen Mitgliedern, Geldgebern und Partnern in der Gemeinde den Wert des gemeinsamen Singens zu vermitteln.

26. März 2026

Seit jeher singen Menschen gemeinsam. Das Singen ist sogar älter als die Menschheit selbst, denn es gibt Hinweise darauf, dass bereits Neandertaler gesungen haben. Wie also hat es diese Kunstform geschafft, uns seit über 500.000 Jahren zu begeistern? Eine Antwort ist einfach: Wir tun es, weil es uns gut tut.

Immer mehr Forschungsergebnisse zeigen, dass Singen erhebliche positive Auswirkungen auf unsere körperliche, kognitive und sozial-emotionale Gesundheit hat. Diese Effekte sind noch ausgeprägter, wenn man gemeinsam mit anderen singt. Singen kann jedem in jeder Lebensphase helfen. Es kann Kindern beim Lernen helfen und älteren Menschen dabei, geistig fit zu bleiben. Kein Wunder also, dass in den letzten Jahren überall im Land Chöre entstanden sind, die sich an Menschen richten, die sowohl gesund als auch krank sind, und an denen derzeit über 50 Millionen Menschen teilnehmen. Diese Chöre bieten ein kreatives Ventil, ein Unterstützungsnetzwerk und eine Verbindung zur Gemeinschaft, wie es nur wenige Aktivitäten vermögen. Im Folgenden sind nur einige der vielen Möglichkeiten aufgeführt, wie Chorgesang unsere Gesundheit verbessern kann – sowohl als Einzelpersonen als auch als Gesellschaft.

1. Singen hebt die Stimmung und baut Stress ab

Wenn man beim Singen die Stimme erhebt, kann das buchstäblich die Stimmung heben. Untersuchungen zeigen, dass Singen, insbesondere in einer Gruppe, starke Auswirkungen auf die Stimmung und den Stress hat. Erwachsene, die in Gemeindechören mitwirken, erleben nach dem gemeinsamen Singen positivere Emotionen. Schon eine einzige Probe kann Stresshormone wie Cortisol senken, was dabei hilft, Stress zu regulieren und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

vGruppengesang steigert zudem „Wohlfühl“-Botenstoffe im Gehirn wie Dopamin und Endorphine, die mit Belohnung und Freude in Verbindung stehen. Das erklärt, warum Singen dazu führen kann, dass man sich glücklicher und entspannter fühlt. Mit der Zeit können diese Effekte das langfristige emotionale Wohlbefinden unterstützen. Langzeitstudien zu Gemeindechören haben anhaltende Verbesserungen der Stimmung und der psychischen Gesundheit festgestellt.

2. Chöre fördern soziale Bindungen

Etwa jeder zweite erwachsene US-Amerikaner gibt an, sich einsam zu fühlen, was den ehemaligen US-Gesundheitsminister Vivek Murphy dazu veranlasste, 2023 vor einer „Einsamkeits-Epidemie“ zu warnen. Die Folgen für die individuelle und gesellschaftliche Gesundheit sind gravierend: Einsamkeit erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Schlaganfall, Depressionen, Angstzustände und sogar vorzeitigen Tod. Könnte Singen ein Gegenmittel sein?

Das Singen in einer Gruppe bekämpft Einsamkeit und verbessert das emotionale Wohlbefinden, denn 73 Prozent der älteren Sängerinnen und Sänger gaben in der Chorus Impact Study 2019 von Chorus America an, dass die Teilnahme an einem Chor ihnen hilft, sich weniger allein zu fühlen. Dies könnte daran liegen, dass das gemeinsame Singen Stimmen, Atem und Bewegung synchronisiert und so ein gemeinsames Gefühl der Einheit und Zusammenarbeit schafft. Es gibt den Menschen zudem einen Sinn – sie fühlen sich als Teil von etwas, das größer ist als sie selbst. Studien zeigen, dass Menschen, die in Chören singen, von stärkeren sozialen Bindungen, bedeutungsvolleren Freundschaften und einem größeren Engagement in der Gemeinschaft berichten als diejenigen, die nicht in Gruppen singen. Chorsänger sind somit auch aktive Bürger, die sich für die Verbesserung ihrer Gemeinschaften einsetzen.

Die Verbundenheit durch das gemeinsame Singen existiert nicht nur in deinem Kopf – auch deine Hormone wissen davon. Singen kann die Ausschüttung von Oxytocin auslösen, einem Hormon, das Bindung, Vertrauen und Intimität reguliert. Oxytocin wird während der Geburt ausgeschüttet, um die Mutter-Kind-Bindung zu fördern, aber der Spiegel steigt auch an, wenn Mütter ihren Kindern vorsingen.

Für Mütter, die unter postnataler Depression leiden, kann Singen die Bindung verbessern und die Genesung beschleunigen. Im Rahmen des „Lullaby Project“, Teil eines nationalen Programms zur Förderung der kindlichen Entwicklung, werden schwangere Frauen und junge Mütter mit professionellen Künstlern zusammengebracht, um persönliche Wiegenlieder für ihre Babys zu schreiben und zu singen. Diese persönlichen musikalischen Erlebnisse stärken die Bindung zwischen Eltern und Kindern und fördern die Gesundheit beider, insbesondere bei Menschen, die während der Schwangerschaft mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, wie Teenagerschwangerschaften, Obdachlosigkeit oder Inhaftierung. In einem Erfahrungsbericht einer jugendlichen Mutter heißt es: „Das Lied hat meine starken Gefühle für meinen Sohn noch verstärkt.“

3. Singen fördert die kindliche Entwicklung

Wenn Sie Ihren Babys vorsingen, stärkt das nicht nur Ihre Bindung, sondern verbessert auch ihre Stimmung und legt den Grundstein für frühes Lernen. Wenn Kinder singen, stärken sie ihr Selbstvertrauen und gewöhnen sich an ihre eigene Stimme. Das neuroplastische Gehirn von Kindern entwickelt sich rasant, und Singen kann Wachstum und Entwicklung beschleunigen.

Im Labor für auditive Neurowissenschaften der Northwestern University unter der Leitung von Dr. Nina Kraus untersuchen Forscher, wie Musikunterricht das junge Gehirn prägt. Sie haben herausgefunden, dass frühes Training Kindern hilft, Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln, und damit eine solide Grundlage für die Lese- und Schreibfähigkeit schafft. So können im Chor erlernte Fähigkeiten – wie Gedächtnis, Konzentration und Mustererkennung – zu besseren schulischen Leistungen führen.

4. Singen kommt auch älteren Menschen zugute

Singen ist eine Aktivität, an der Menschen ihr ganzes Leben lang Freude haben können. Die Teilnahme an kreativen Aktivitäten im höheren Alter hat tiefgreifende körperliche, geistige und soziale Vorteile. Aktuelle Daten aus der Chorus Impact Study: Singing for a Lifetime von Chorus America zeigen, dass Menschen, die singen, eine höhere Lebensqualität und einen besseren allgemeinen Gesundheitszustand angeben als die allgemeine Bevölkerung.

Ähnliche Ergebnisse der NEA-Studie „Creativity and Aging“ zeigten, dass ältere Erwachsene, die 90 Minuten pro Woche im Chor sangen, glücklicher, gesünder und erfüllter waren. Diese Studie inspirierte Encore Creativity, eine Chororganisation für Erwachsene ab 55 Jahren. Mit 50 Ensembles landesweit und Musikgenres, die von Folk bis Broadway reichen, ist diese Organisation nur einer von vielen Chören in den USA und Kanada, die Programme anbieten, die speziell auf die Unterstützung älterer Erwachsener ausgerichtet sind.

Die Teilnahme an einem Chor kann im Ruhestand Struktur und Sinn stiften und gleichzeitig dazu beitragen, der Einsamkeit entgegenzuwirken, die viele ältere Erwachsene erleben. Die Beschäftigung mit sinnvollen und kreativen Aktivitäten ist für das langfristige Wohlbefinden und die Lebensqualität im Alter unerlässlich.

5. Singen verbessert das Gedächtnis

Singen hat zudem tiefgreifende positive Auswirkungen auf das Gedächtnis. Beim Singen werden andere Netzwerke im Gehirn aktiviert als beim Sprechen. Das bedeutet, dass Singen für Menschen mit Gedächtnisverlust auch dann noch möglich ist, wenn andere sprachliche Fähigkeiten beeinträchtigt sind.

Ani Patel, Expertin für Musikkognition an der Tufts University, erklärt: „Musik bietet einen Weg, auf bestimmte Regionen des Gehirns zuzugreifen und autobiografische Erinnerungen wieder zu wecken, wenn Sprache dies nicht vermag.“

Demenzfreundliche Chöre wie die des Giving Voice Network schaffen fröhliche Chorgemeinschaften für Menschen mit Demenz und ihre Pflegepartner. Viele Menschen mit Gedächtnisverlust, die im Good Memories Choir in Chicago singen, berichten, dass das Singen ihnen hilft, sich mit schönen Erinnerungen aus der Vergangenheit zu verbinden. Diese Programme können die Freude, Sinnhaftigkeit und das Wohlbefinden der Teilnehmer steigern – und dabei möglicherweise sogar den Gedächtnisverlust verlangsamen.

6. Singen hilft dir, leichter zu atmen

Auch wenn dir beim Singen langer, gehaltener Töne vielleicht die Puste ausgeht, kann sich diese Anstrengung lohnen. Singen erfordert tiefe Einatmungen, langgezogene Ausatmungen und eine präzise Atemkontrolle. Die Kontrolle der Ausatmung beim Singen kann die Vitalkapazität verbessern – also die maximale Luftmenge, die du kräftig ausatmen kannst –, wodurch deine Lungen effizienter arbeiten.

Diese Eigenschaften machen das Singen zu einer hervorragenden Form der Atemtherapie. Singen kann Kindern helfen, ihr Asthma zu lindern. Klinische Programme wie „Singing for Lung Health“ können Atemnot reduzieren und die Atmeffizienz bei Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) verbessern.

7. Singen verbessert die Sprache

Singen verbessert nicht nur die Atemkontrolle, sondern stärkt auch die Muskeln, die Sie beim Sprechen im Alltag einsetzen. Dazu gehören Muskeln, die für die Artikulation, den Rhythmus und die stimmliche Koordination zuständig sind. Das Üben dieser Fähigkeiten beim Singen kann dazu beitragen, die Sprache klarer, flüssiger und ausdrucksstärker zu machen. Aufgrund dieser Vorteile bezeichnete ToastMasters International das Singen kürzlich als „Geheimwaffe für selbstbewusste Kommunikation“.

Dies ist besonders hilfreich für Menschen mit Sprachbeeinträchtigungen. Menschen mit Parkinson-Krankheit (PD) können beispielsweise unter stimm- und atembezogenen Problemen wie geringer Lautstärke, monotoner Stimme und unzureichender Atemstütze leiden. Das Singen in einem Chor wie den „Tremble Clefs“, einem landesweiten Gesangsprogramm zur Behandlung von Stimm- und Atemproblemen bei Parkinson, kann die Sprachfunktion in einer unterhaltsamen und unterstützenden Umgebung verbessern.

Auch wenn die Sprache vollständig verloren gegangen ist, kann Singen helfen. Die Melodic Intonation Therapy (MIT) ist eine Rehabilitationstechnik, die Melodie und Rhythmus nutzt, um Menschen dabei zu helfen, nach Ereignissen wie einem Schlaganfall die Fähigkeit zu sprechen wiederzuerlangen. Wenn Bereiche der linken Gehirnhälfte – der Teil des Gehirns, der normalerweise für die Sprache zuständig ist – geschädigt sind, kann Singen parallele Regionen in der rechten Gehirnhälfte aktivieren, um die Kommunikation zu unterstützen. Mit der Zeit müssen die Betroffenen die musikalischen Elemente der Sprache nicht mehr nutzen und können ihre Sprachfähigkeit wiedererlangen.

8. Singen verbessert die aufrechte Haltung

Wenn du den Ausdruck „Steh aufrecht, sing frei“ schon einmal gehört oder selbst gesagt hast, weißt du, warum. Eine effiziente Atemstütze erfordert eine aufrechte und entspannte Körperhaltung, die einen freien Luftstrom ermöglicht. Um Becken, Wirbelsäule, Nacken und Kopf in eine Linie zu bringen, müssen die Bauch-, Rücken- und Schultermuskeln angespannt werden.

Bei Proben wirst du vielleicht feststellen, dass du etwas aufrechter sitzt, um deine Atmung zu unterstützen. Wenn du jedoch bei einem Auftritt stehst, stellst du auch dein Gleichgewicht auf die Probe. Gleichgewichtsstörungen, Kraftverlust und eine verschlechterte Körperhaltung tragen im Alter alle zum Sturzrisiko bei. Sänger schneiden bei Tests zur statischen Körperhaltung besser ab als Nicht-Sänger, was darauf hindeutet, dass Singen eine Ganzkörperaktivität ist, die die Propriozeption und das Gleichgewicht trainiert. Singen wird bei älteren Teilnehmern auch mit einem verbesserten Körperbewusstsein, mehr Bewegungssicherheit und einer wahrgenommenen Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit in Verbindung gebracht. Insgesamt kann Singen Ihnen helfen, etwas aufrechter zu stehen, Ihr Gleichgewicht zu verbessern und sich sicherer zu bewegen.

9. Singen ist gut für das Herz

Singen wird mit leichtem Ausdauertraining verglichen. Die tiefe, langsame Atmung, die Sie beim Singen anwenden, hilft dabei, Herzfrequenz und Blutdruck zu regulieren. Es hat sich gezeigt, dass eine einzige Gesangseinheit die Gefäßfunktion bei Erwachsenen in kardiologischen Kliniken verbessert.

Wenn Sie mit anderen singen, synchronisieren Sie zudem Atmung und Herzrhythmus. Gruppengesang kann die Herzfrequenzvariabilität (HRV) verbessern, einen wichtigen Indikator für die kardiovaskuläre Gesundheit und Stressresilienz. Eine höhere HRV ist ein Zeichen für ein gesundes, anpassungsfähiges Herz-Kreislauf-System, das das Herz weniger belastet.

10. Singen stärkt Ihr Immunsystem

Aber nicht nur die Atemtechnik verbessert sich, wenn wir singen. Singen kann auch Ihr Immunsystem stärken. Immunglobulin A (IgA) ist ein Antikörper, der auf den Schleimhäuten der Atemwege vorkommt. Da IgA die Atemwege an den Eintrittspunkten in den Körper auskleidet, wirkt es wie ein Ersthelfer bei der Bekämpfung von Infektionen. Singen erhöht den IgA-Spiegel im Körper, und zwar bereits nach nur einer Stunde. Diese Wirkung mag zwar vorübergehend sein, doch regelmäßiges Singen aktiviert Ihr Immunsystem kontinuierlich und hilft Ihnen so, Infektionen abzuwehren.

Fazit

Singen ist eine universelle menschliche Eigenschaft mit enormen Vorteilen für die individuelle und gesellschaftliche Gesundheit. Es ist leicht zugänglich und relativ kostengünstig – jeder kann mitmachen, indem er einfach seine Stimme einbringt. Singen beansprucht auf einzigartige Weise Körper und Geist, um Stress abzubauen, den Verstand zu schärfen und Krankheiten zu bekämpfen. Das Beste daran ist, dass man es gemeinsam mit anderen tun kann, um Einsamkeit zu bekämpfen, Freundschaften zu schließen und sich mit einem größeren Ziel zu verbinden.

Chöre in den gesamten USA und Kanada bieten Menschen einen Ort, an dem sie sinnvolle, ausdrucksstarke künstlerische Erfahrungen machen können. Da Chorgesang die Menschen auch dazu ermutigt, sich stärker in ihren lokalen Gemeinschaften zu engagieren, können Chöre an vorderster Front dazu beitragen, dass wir alle die Welt gestalten, in der wir leben und die wir weitergeben möchten. Das rasante Wachstum von Chören, die jedem offenstehen – ob jung oder alt, gesund oder krank – ist ein Beweis dafür, wie bedeutungsvoll Chorerfahrungen für die Menschen sind. Angesichts der Tatsache, dass derzeit 54 Millionen erwachsene Amerikaner in Chören singen, ist eines klar: Chöre können uns allen zugutekommen.

Elinor Harrison ist Tänzerin, Choreografin und Bewegungswissenschaftlerin an der Washington University in St. Louis, wo sie am Institut für Darstellende Künste lehrt und den Bachelor-Studiengang Tanz leitet. In ihrer Forschung untersucht sie, wie kunstbasierte Praktiken die Gesundheit und das Wohlbefinden verbessern können, insbesondere bei Menschen mit motorischen oder neurologischen Einschränkungen. Darüber hinaus engagiert sie sich in Führungspositionen bei internationalen Organisationen für Tanzmedizin und Wellness für die Förderung von Kunst und Gesundheit.

 

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